Ich kann mich als LEGO Enthusiast und Sammler bezeichnen.
Wenn ich an das berühmte Buch von Malcolm Gladwell denke 10.000-Stunden-Regel Ich habe festgestellt, dass die Zeit, die ich mit dem Bau von LEGO verbracht habe, sehr nahe an dieser Schwelle liegt.
Aber für mich geht es nicht nur um eine Zahl.
In all dieser Zeit habe ich Geduld, Experimentierfreude, Ausdauer und Selbstdarstellung gelernt.
Meine Leidenschaft für LEGO hat mein Leben verändert.
Und mit dieser Leidenschaft wollte ich das Leben anderer Menschen berühren, indem ich die Kraft des Spiels nutze.
Ich erlebte, wie ein sehbehindertes Kind lächelte, als es eine aus LEGO gebaute Geburtstagstorte mit den Händen erforschte - weil es zögerte, eine echte Torte anzufassen.
Ich habe miterlebt, wie ein Alzheimer-Patient ein rotes LEGO-Dachteil sah, sich an das Haus aus seiner Kindheit erinnerte und in stillem Nachdenken innehielt.
Ich habe gesehen, wie ein Kind, das sich einer Langzeit-Leukämie-Behandlung unterzieht, all seine Kämpfe vergisst, während es LEGO-Steine stapelt und Stein für Stein Hoffnung aufbaut.
Ich habe erlebt, wie komplexe mathematische Formeln auf dem Papier nicht mehr einschüchternd wirkten, sondern einen Sinn ergaben, wenn sie in einem geordneten Muster mit LEGO Steinen angeordnet wurden.
Ich habe gesehen, dass ein LEGO Stop-Motion-Video eine Geschichte erzählen kann, ohne ein einziges Wort zu verwenden - und dass die Kinder das Gefühl haben, Teil dieser Geschichte zu sein.
Ich habe gehört, wie ein Kind, das zum ersten Mal LEGO in der Hand hatte, davon träumte, Ingenieur zu werden, nachdem es gelernt hatte, wie Zahnräder funktionieren.
Ich bin von der westlichsten bis zur nördlichsten und bis zur östlichsten Region der Türkei gereist, um Workshops durchzuführen.
Was mich aber am meisten berührte, war das, was Kinder, die nicht sprechen können, durchmachen.
Ich habe diesen Prozess bei meinem Bruder am eigenen Leib erfahren.
Ich habe Momente erlebt, in denen er nicht sprechen konnte, seine Stimme nicht herausbekam. Ich sah, wie schwer es für ihn war, das, was er sagen wollte, zurückzuhalten - aber wie er sich beim Spielen entspannte.
Er würde sich verändern, wenn er eine LEGO Minifigur in die Hand nähme.
Er würde in ihrem Namen sprechen. Zuerst im Flüsterton, dann mit wachsender Zuversicht...
Niemand hat ihn gezwungen. Es gab keine Eile, keinen Druck. Es war Spiel.
Das war der Moment, in dem mir klar wurde:
Damit manche Kinder sprechen können, müssen sie zunächst sich sicher fühlen.
Manchmal beginnt das Gefühl der Sicherheit nicht mit einem Wort, sondern mit einem Spiel.
So wurde Mini-Talks geboren.
Nicht um Sprache zu erzwingen, sondern um einen Raum dafür zu schaffen.
Damit Kinder ihre Stimme in ihrem eigenen Tempo und mit den von ihnen gewählten Figuren spielerisch finden können.
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